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Pressemitteilung vom 10.03.2010

Zusammenarbeit bei Kindeswohlgefährdungen verbessern

Landkreis Cloppenburg - Bei Kindeswohlgefährdungen sind neben dem Jugendamt auch die Kindergärten und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zum Handeln verpflichtet. Der gesetzliche Schutzauftrag wird untermauert durch zusätzliche Vereinbarungen, die der Landkreis Cloppenburg als zuständiger Jugendhilfeträger im vergangenen Jahr mit allen Kindergärten sowie mit weiteren Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen abgeschlossen hat. Um sich besser kennen zu lernen und die Zusammenarbeit in diesem schwierigen Arbeitsfeld zu verbessern, hat das Jugendamt des Landkreises Cloppenburg nun erstmalig an drei Tagen spezielle Fortbildungsveranstaltungen für die Fachkräfte der verschiedenen Einrichtungen durchgeführt.
Insgesamt 110 leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der freien Träger und des Sozialen Dienstes des Jugendamtes suchten im Kreishaus unter Anleitung von Diplom Psychologin Catharina Hübner, die in Oldenburg eine Praxis für Fortbildung und Supervision betreibt, nach Wegen, wie gemeinsam gehandelt werden kann, wenn eine Kindeswohlgefährdung vermutet wird. Mit Wahrnehmungsexperimenten führte die Referentin den Teilnehmern der Fortbildung vor Augen, dass vieles unentdeckt bleibt, wenn jeder nur seinen Job macht und das gesamte Umfeld des Kindes nicht ausreichend beachtet wird. Ziel müsse es sein, auch aus dem Umfeld des Kindes möglichst viel wahrzunehmen. Hierzu seien intensive Kontakte zwischen den Einrichtungen und transparente Handlungsabläufe unverzichtbar, so Hübner.
Der Landkreis Cloppenburg will durch die gemeinsamen Fortbildungen die Kindertagesstätten und die anderen in der Kinderbetreuung und -erziehung tätigen Institutionen sowie den Sozialen Dienst des Jugendamtes stärker vernetzen. Dadurch sollen Misshandlungen oder Vernachlässigungen früh entdeckt werden, so dass rechtzeitig und konsequent geholfen werden kann. Jugendamtsleiterin Irmgard Lottmann und Josef Sieverding, Leiter des Sozialen Dienstes im Jugendamt, zeigten sich deshalb sehr erfreut über die positive Resonanz auf die Fortbildung. Der Landkreis habe mit 80 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen Vereinbarungen geschlossen, die nun mit Leben gefüllt werden müssten, erklärten die Jugendamtsvertreter. Die Fortbildung habe den Fachkräften neue Impulse für den Umgang mit Kindeswohlgefährdungen gegeben und es sei vielfach der Wunsch nach weiteren Schulungen geäußert worden.





Jugendamtsleiterin Irmgard Lottmann (rechts) und Josef Sieverding, Leiter des Sozialen Dienstes, begrüßten die Referentin der Fortbildung zum Thema Kindeswohlgefährdung, Dipl.-Psychologin Catharina Hübner.




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