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Pressemitteilung vom 24.02.2010

Landkreis Cloppenburg - Mit einem weiteren Blitzgerät geht der Landkreis Cloppenburg ab sofort gegen Raser auf den Straßen im Kreisgebiet vor. Das zweite mobile Geschwindigkeitsmessgerät soll dazu beitragen, die häufig auf zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführenden Verkehrsunfälle zu reduzieren. Die Ausweitung der Geschwindigkeitsüberwachung war vom Kreistag im Oktober 2009 beschlossen worden.
Das jetzt angeschaffte digitale Messgerät ist nach Angaben der Kreisverwaltung mit einem Rotblitz ausgestattet, so dass dem Fahrzeugführer die Geschwindigkeitsüberschreitung sofort bewusst wird. Ein weiterer Vorteil des neuen Gerätes liege darin, dass auch bei schlechten Sichtverhältnissen und nachts gemessen werden könne. Dies sei mit dem vorhandenen Gerät nur eingeschränkt möglich, so die Kreisverwaltung.
Für die neue Messtechnik und ein gebrauchtes Fahrzeug hat der Landkreis rund 100.000 Euro aufgewendet. Das Messpersonal wurde um zwei Bedienstete aufgestockt, die bisher als amtliche Fachassistenten in der Fleischuntersuchung tätig waren und jetzt speziell für die neue Tätigkeit ausgebildet wurden. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen rechnet die Kreisverwaltung für den Bereich der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung (zwei mobile Messanlagen und zwölf sogenannte Starenkästen) insgesamt mit einem jährlichen Überschuss von bis zu 600.000 Euro. Dieser wird entsprechend dem Beschluss des Kreistages für verkehrssichernde Maßnahmen verwendet. Aus dem Topf werden unter anderem das Schutzengelprojekt, kostenlose Fahrsicherheitstrainings für Fahranfänger sowie der Neubau und die Sanierung von Radwegen finanziert.
Im Jahr 2009 seien mit der vorhandenen mobilen Messanlage an 400 Messstellen im Kreisgebiet knapp 17.000 Geschwindigkeitsverstöße gemessen worden, informiert der Kreis weiter. Bei drei Viertel der Verstöße habe es sich um Überschreitungen von bis zu 20 km/h und bei einem Viertel um Überschreitungen von mehr als 20 km/h gehandelt. In etlichen Fällen sei die gemessene Geschwindigkeit sogar doppelt so hoch gewesen, wie die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Mit der Ausweitung der Geschwindigkeitsüberwachung durch eine zweite mobile Messeinheit solle die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf den Straßen im Kreisgebiet durchgesetzt werden, um die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten zu senken, betont der Landkreis. Weil das Ziel nicht darin bestehe, möglichst viele Verstöße festzustellen, werde die Kreisverwaltung auch weiterhin einmal wöchentlich vorgesehene Messstellen über die Presse bekannt geben.








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