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Untersuchungen zeigen insgesamt keine besondere Krebsproblematik für das Gebiet der Stadt Cloppenburg - Ursachen für vermehrte Krebssterbefälle im Südwesten bleiben unklar Cloppenburg - Bezogen auf das gesamte Gebiet der Stadt Cloppenburg ist keine Häufung von Krebssterbefällen festzustellen. Allerdings haben die ergänzenden Untersuchungen bestätigt, dass im Südwesten des Stadtgebietes in den letzten 20 Jahren mehr Menschen an Krebs gestorben sind, als statistisch zu erwarten war. Diese Ergebnisse der ergänzenden Untersuchungen durch das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) und das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) gaben jetzt die Stadt Cloppenburg und das Gesundheitsamt Cloppenburg bekannt. Eine Zusammenfassung der Untersuchungsberichte ist auf den Internetseiten der Stadt Cloppenburg und des Landkreises Cloppenburg abrufbar. Nachdem ein im Frühjahr 2008 vorgestellter Untersuchungsbericht des NLGA und des EKN eine erhöhte Zahl von Krebserkrankungen im Südwesten der Stadt gezeigt hatte, waren weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben worden. Insbesondere sollte durch eine Analyse der dokumentierten Todesursachen für das gesamte Stadtgebiet, einer sogenannten Mortalitätsanalyse, festgestellt werden, ob auch im übrigen Stadtgebiet vermehrt Krebssterbefälle aufgetreten sind. Daneben sollte analysiert werden, ob umwelt- oder arbeitsplatzbezogene Risiken für die bei der ersten Untersuchung festgestellte Häufung bei einer Krebserkrankungsform des Knochenmarks zu ermitteln sind. "Insgesamt liegen für die Todesursache Krebs die Mortalitätsraten der Stadt Cloppenburg leicht unterhalb der des übrigen Landkreises," erklärt Joachim Kieschke, Ärztlicher Leiter der Registerstelle des EKN. Weil insgesamt betrachtet für die Stadt Cloppenburg keine Anhaltspunkte für eine besondere Krebsproblematik vorlägen, bestehe keine Notwendigkeit, das ursprüngliche Untersuchungsgebiet im Südwesten der Stadt für die anstehende Weiterbeobachtung auszuweiten, so Kieschke. Bezüglich des ursprünglichen Untersuchungsgebietes im Südwesten von Cloppenburg wurden die Ergebnisse vom Frühjahr 2008 bestätigt. In dem in vier Teilbereiche aufgeteilten Gebiet sind in den letzten 20 Jahren deutlich mehr Krebssterbefälle aufgetreten als im übrigen Stadtgebiet. Die sogenannten SMRs (Standardisierte Mortalitätsverhältnisse) betragen 1,76 im Gebiet zwischen Elbestraße und Huntestraße, 1,47 im Wohngebiet nördlich der Lupinenstraße, 1,09 im Gebiet zwischen Kessener Weg und Krapendorfer Kämpe sowie 1,32 im Gebiet zwischen Krapendorfer Kämpe und B 213. Unauffällig sind Werte nahe 1. Bezüglich der vermehrten Fälle von Knochenmarkkrebs (Multiples Myelom) in diesem Untersuchungsgebiet hat das NLGA in der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur nach bekannten oder vermuteten Risikofaktoren recherchiert. "Dabei haben sich keine Hinweise auf potentielle Umweltrisiken ergeben, denen im Untersuchungsgebiet gezielt nachgegangen werden könnte", sagt der Umweltepidemiologe Michael Hoopmann vom NLGA. Zwar werden nach Angaben von Hoopmann Benzol und auch verschiedene Pestizide als mögliche umweltbedingte Risikofaktoren für das Multiple Myelom diskutiert, doch können sie auch zu einer Risikoerhöhung bei anderen Krebserkrankungsformen führen. Insofern sei kein umweltbezogener Faktor identifiziert worden, der allein für das Multiple Myelom als spezifischer Risikofaktor wirke, so Hoopmann. NLGA und EKN empfehlen aus fachlicher Sicht, die auftretenden Krebserkrankungen in der Untersuchungsregion weiter prospektiv zu beobachten, um festzustellen, ob die Erhöhung fortbesteht oder eine Normalisierung eintritt. Im Falle einer Normalisierung könnte die festgestellte Häufung entweder zufällig entstanden sein oder aber die Faktoren, die zu der Häufung geführt hätten, seien nicht mehr wirksam. Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese und die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Elisabeth Blömer, wollen den Vorschlag zur weiteren Beobachtung des Untersuchungsgebietes im Südwesten der Stadt Cloppenburg in jedem Fall aufgreifen. Die Weiterbeobachtung werde dabei so gestaltet, dass nicht erst nach einem festen Beobachtungszeitraum, etwa nach zehn Jahren, eine Auswertung erfolge. Vielmehr würden die Zeitspannen variabel gehalten, so dass bei auffälligen Erhöhungen zeitnah reagiert werden könne, so Dr. Wiese und Dr. Blömer. In unserem Downloadbereich Gesundheit steht der Untersuchungsbericht bereit: Krebsuntersuchungen Kurzbericht vom 23.11.2009
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