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Pressemitteilung vom 27.07.2009

Landkreis Cloppenburg - Unter Leitung der Ludwig-Maximilians -Universität München wird ab Ende Juli in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt und dem Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg eine Studie zum Vorkommen von antibiotikaresistenten Bakterien in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. In den Gemeinden Garrel und Bösel sowie in der Stadt Friesoythe und in der Gemeinde Bakum (Landkreis Vechta) soll untersucht werden, ob sogenannte Methicillin-Resistente-Staphylococcus-Aureus (MRSA) in der Nähe von Stallanlagen häufiger vorkommen. Hierzu werden diejenigen Personen angeschrieben, die vor einigen Jahren an der Niedersächsischen Lungenstudie teilgenommen haben. Diese Personen werden gebeten, gemäß einer ausführlichen Anleitung einen Tupferabstrich aus ihrer Nase vorzunehmen sowie einen kurzen Fragebogen zu möglichen Risikofaktoren zu beantworten.
Antibiotikaresistente Bakterien können unter ungünstigen Umständen schwere Infektionen bei Patienten verursachen. Sie sind deshalb als Infektionserreger insbesondere in stationären medizinischen Einrichtungen gefürchtet. Seit einiger Zeit werden diese Bakterien zunehmend auch bei gesunden Nutztieren beobachtet, wobei die Tiere in der Regel nur besiedelt sind ohne selbst zu erkranken. Es stellt sich deshalb die Frage, ob dies einen messbaren Einfluss auf die MRSA-Häufigkeit bei Bewohnern im ländlichen Raum haben könnte und ob sich daraus zukünftig geeignete Strategien zur Infektionsverhütung ableiten lassen.
Das Gesundheitsamt bittet die Bürger, die von der Ludwig-Maximilian-Universität München angeschrieben werden, um ihre Mithilfe und Teilnahme an der Befragung, da es sich um ein relevantes medizinisches Problem handelt. Für Fragen steht das Gesundheitsamt unter der Telefon-Nummer 04471/15-248 zur Verfügung. Mit den Ergebnissen der Studie wird Anfang 2010 gerechnet.








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