Integration im Landkreis Cloppenburg |
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Seit Ende der 80er Jahre war der Landkreis Cloppenburg als eines der Hauptzuzugsgebiete für deutschstämmige Einwanderer aus den Gebieten der heute ehemaligen Sowjetunion. Mittlerweile hat dieses mit ca. 20.000 Personen zu einen Anteil von etwa 13 % an der Gesamtbevölkerung im Landkreis geführt, wobei zwischen den einzelnen kreisangehörigen Gemeinden noch deutliche Unterschiede bestehen. Ballungsgebiete sind in der Kreisstadt Cloppenburg, der Gemeinde Molbergen und der Gemeinde Saterland entstanden.
Dieser überproportionalen Zuwanderung konnte durch effektive Integrationsarbeit Rechnung getragen werden. Insbesondere um die grundsätzlichen Bedürfnisse zu sichern, wurden präventive Konzepte im Landkreis Cloppenburg im Bereich der Sprachförderung,der Organisation des Alltages oder der schulischen bzw. beruflichen Förderung initiiert.
Um diese Zusammenarbeit kontinuierlich und trägerübergreifend auf Kreisebene abzustimmen, wurde im März 2000 das "Netzwerk für Integration (NWI) im Landkreis gegründet. Das Konzept des "NWI" zielt darauf ab, effektive Lösungsansätze für die entstandenen Problemlagen( Sucht, Gewalt, schulische Probleme etc.) umzusetzen und die im Landkreis Cloppenburg in der Vergangenheit bereits erfolgreich geleistete Integrationsarbeit noch besser zu strukturieren und mit anderen bürgerschaftlichen Aktivitäten zu vernetzen.

Das "Netzwerk für Integration" ist darüber hinaus als ein dauerhaftes Instrument der Integration nicht nur für Spätaussiedler, sondern für alle bleibeberechtigten Zuwanderer zu sehen.
Seit Anfang 2005 gilt das Zuwanderungsgesetz und damit ist Deutschland nun auch rechtlich ein Einwanderungsland.
Einwanderungsland zu sein bedeutet, aus Unterschieden, Vielfalt und Fremdheit der Kulturen eine Win- Win -Situation für die Aufnahmegesellschaft und die Zuwanderer zu gestalten.
Erfolgreiche Integrationspolitik nimmt die Potenziale der Migranten und Migrantinnen wahr und verabschiedet sich von der häufig eingenommen Defizitperspektive, ohne die Probleme außer Acht zu lassen.
Integration bedeutet die Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen eines jeden neuen Mitbürgers zu verbessern und die individuelle Aufnahme in die Gemeinschaft als gleichwertigen Partner. Integration ist als gesamtgesellschaftliches Anliegen zu verstehen.
Erfreulich ist, dass die Zuwanderer selbst Initiative ergreifen entstandene Probleme anzugehen oder Angebote präsentieren, um ihre Kultur vorzustellen.
Dieser Dialog ist zukunftsweisend und ausbaufähig.
Aufgaben des Netzwerkes |
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- Vernetzung und Kooperation in den Bereichen Schule, Freizeit, Arbeitswelt, Gesundheit und bei auftretenden Problemlagen
- Bündelung von Ressourcen und des Know- how zur optimierten Umsetzung von Integrationsmaßnahmen in diesen Bereichen
- Effektiver Einsatz der Mittel
- Abstimmung, Initiierung und Begleitung der bewilligten Modellprojekte
- Reduzierung von Integrationsproblemen und deren Begleiterscheinungen
- Informationsweitergabe durch den Landkreis als direkten Ansprechpartner von Landes- und Bundesbehörden.
- Erfahrungsaustausch
- Etablierung eines dauerhaften Instrumentes zur Integration von allen Zuwanderern
Ziele des Netzwerkes |
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- Integration als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Gedanken und die Aufgabe der Integration
- Orientierung der Maßnahmen an den jeweiligen Problemen
- Eingliederung der zugewanderten Bevölkerungsgruppen
- Zusammenarbeit aller Anbieter von Integrationsmaßnahmen
Struktur des Netzwerkes |
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Der Aufbau und die Struktur des Netzwerkes für Integration haben sich im Lauf der Zeit jeweils den Rahmenbedingungen dynamisch angepasst.
Das Netzwerk für Integration versteht sich als " Runder Tisch" mit fester Tagesordnung und zweimal jährlichen Treffen. Eine Sitzung dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch, während das andere Treffen themenbezogen organisiert wird. In den Sitzungen werden weiter vorliegende Projektanträge beraten.
Der Runde Tisch hat beratende und koordinierende Funktionen. Die Geschäftsführung liegt beim Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg.
Zu den Aufgaben gehören:
- Vertretung des Netzwerkes nach außen und Öffentlichkeitsarbeit
- Informationsweitergabe zwischen den im Netzwerk vertretenen Trägern von Integrationsprojekten
- Vorstellung und Diskussion über Anträge auf Förderung von Modellprojekten aus Bundes-/Landesmitteln( soweit vorgegeben), Erarbeitung von Stellungnahmen zu Anträgen einzelner Träger im Bereich von Maßnahmen zur Integration von Aussiedlern und Ausländern.
Regionalinventar: Integrationsmaßnahmen im Landkreis Cloppenburg |
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Das Regionalinventar beinhaltet eine Übersicht über das Angebot an Integrationsmaßnahmen von verschiedenen Trägern im Landkreis Cloppenburg.
Sie finden diese Übersicht im Downloadbereich Jugend und Soziales.
Leitbild für Integration für den Landkreis Cloppenburg |
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Das Leitbild für Integration wurde in einer Arbeitsgruppe von Mitgliedern des Netzwerkes für Integration und Mitgliedern des Sozialauschusses erarbeitet. Nach der Verabschiedung im Fachausschuss wurde es einstimmig im Kreistag am 18. Dezember 2008 für den Landkreis Cloppenburg beschlossen.
Ein Leitbild - wozu?
- Es soll potentiellen Neubürgern gegenüber vermitteln, dass Zuwanderung ein willkommener und politisch gewollter Prozess ist.
- Es soll aber insbesondere auch für die Verantwortlichen der Gemeinden den Rahmen und die Richtlinien für die gemeinsame politische Arbeit darstellen und als eine lokale Agenda der nachhaltigen Entwicklung von Zuwanderung dienen.
Das Leitbild
- ist auf Zukunft ausgerichtet und beschreibt eine chancenorientierte Perspektive
- formuliert strategische Ziele (Chancengleichheit in allen Bereichen)
- sieht Integration als Querschnittaufgabe
- hat Prozesscharakter
- ist dialogisch ausgerichtet / gemeinsame Verantwortung
- ist Prüfstein für díe systematische Gestaltung von Zuwanderungsprozesse für Einheimische und Zuwanderer
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf folgender Seite:
Kreisverwaltung - Leitbild - Integration von Migranten.

Die Niedersächsische Integrationsbeauftragte Honey Deihimi (3. von links) informierte im Kreishaus über die Integrationspolitik des Landes Niedersachsen. Sie wurde vom Ersten Kreisrat Ludger Frische sowie von Dr. Elisabeth Blömer, Geschäftsführerin des Netzwerkes für Integration (links), und Hildegard Wübben-Siefer begrüßt. |
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